| Im Juli 2004 stand die jährliche Urlaubsfahrt an. Dieses Jahr hatten wir uns als Ziel den Gardasee in Oberitalien ausgesucht. Die Tour sollte über möglichst viele schöne Pässe an den Gardasee und wieder zurück führen. |
Fahrtstrecke: ca. 1.654km |
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Erster Tag,
Mittwoch, 14. Juli 2004: Wir treffen uns (Tschei, Tille, Jürgen und ich) um 09:00 in Esslingen, um dann in Richtung Alpen loszufahren. Unser Ziel ist es in die Gegend um Interlaken (Schweiz) zu kommen. Um direkt ein wenig Strecke zu machen fahren wir über die A81 Richtung Singen. Da gibt es dann auch gleich den ersten Boxenstop, um einen Wackelkontakt an meinem Rücklicht zu reparieren. Wir überqueren in Thayngen die Grenze zur Schweiz. Auf der Bundesstrasse 15 geht es dann über Wintherthur nach Pfäffikon am Züricher See. Dort legen wir unsere erste Pause ein. Auf der Bundesstrasse 8 geht es dann weiter über Schwyz und dem Luzerner See in Richtung Gotthard. Wir folgen der Gotthardstrasse bis Wassen, wo wir dann über den Sustenpass (2224m, 9% Steigung) fahren. Auf dem Sustenpass ist es recht frisch und nebelig. Wir fahren den Sustenpass runter und entscheiden uns, in Gadmen im Gasthof Alpenrose zu übernachten. Nach einem Käsefondue und reichlich Alkohol fallen wir relativ früh in die Betten. Die Fahrtstrecke am ersten Tag betrug 373km (von Esslingen bis zum Gasthof
Alpenrose in Gadmen) |
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Zweiter Tag,
Donnerstag, 15. Juli 2004: Nach einem ausgiebigen Frühstück vor dem Haus ging es dann am zweiten Tag weiter in Richtung Interlaken, um Hotels für die Porsche Showtime 2004 zu finden. In Iseltwald wurde ich dann auch fündig. Danach ging es direkt zum ersten Pass, dem Grimselpass (2165m, 10% Steigung). Ein Schweizer Autofahrer hatte scheinbar etwas gegen Motorradfahrer und drängte mich vor einer Linkskurve ab. Die Antwort auf die Frage, warum er mich umbringen wollte blieb er mir allerdings schuldig. Vom Grimselpass ging es dann in das Rhonetal nach Ulrichen zur Mittagspause. Danach ging es über den Nufenenpass (2478m, 13% Steigung) an den Fuss des Gotthards. Auf der Bundesstrasse 2 ging es dann über Biasca in Richtung Belinzona und es wurde wärmer und wärmer. Kurz vor dem Monte Ceneri (554m, 10% Steigung) war dann zuerst mal eine Pause für Wasseraufnahme fällig. Ein typisch südländisches idyllisches Plätzchen: Direkt an der Bundesstrasse, die Autobahnbrücke darüber und darunter die Zugstrecke ;-) Dann ging es an den Luganer See in Richtung Italien. Kurz vor der Grenze dann der erste Stau. Wir standen ca. 1 Stunde, bevor wir dann langsam das Ufer entlang des Luganer Sees nach Menaggio am Comer See fuhren. In Sorico fanden wir dann eine Übernachtungsmöglichkeit in Form einer kleinen Ferienwohnung an einem Zeltplatz. Und Abends war dann zuerst mal Vino Rosso angesagt. Die Fahrtstrecke am
zweiten Tag betrug 324km. |
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Dritter Tag,
Freitag, 16. Juli 2004: Nach einem typisch italienischen Frühstück (ne Tasse Cappuccino und ein warmes Etwas) ging es dann über den San Marcopass (1985m, 13% Steigung) in Richtung San Pelegrino. Die Abfahrt nach Dossena war allerdings so schlecht ausgeschildert, dass wir vier mal durch San Pelligrino fahren musten - na wenigstens wissen wir nun, woher das gute Aqua Minerale kommt ;-) Dann ging es auf kleinen Strasse über den Colle di Zambla (1287m, 10% Steigung) und den Passo della Presolana (1279m, 14% Steigung) nach Breno. Unterwegs waren wir ausgiebig Cappuccino trinken (für 1,10 Euro) und testeten die "heimische" Küche. Über den Passo di Croce Domini (1892m, 15% Steigung) und den Goletto di Cadino (1938m, 15% Steigung) ging es an dem Lago d'Idro entlang Richtung Gardasee. Allerdings hat sich vor uns eine große Gewitterfront aufgebaut, so dass wir noch schnell über den Ampolapass (747m, 8% Steigung) fuhren und uns dann entschlossen, in Tiarno di Sotto zu übernachten. Die Fahrtstrecke am
dritten Tag betrug 266km. |
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Vierter Tag, Samstag, 17. Juli 2004: Die Mopeds sind vom Morgennebel noch recht nass, was uns natürlich nicht an einer frühen Abfahrt hindert. Zuerst geht es an den Gardasee, um mal wieder Cappuccino zu trinken. Bevor in Riva der Fremdenverkehr losgeht sitzen wir schon wieder auf unseren Maschinen auf dem Weg nach Trione. Auf dem Passo Campo Carlo Magno (1682m, 11% Steigung) bei Madonna di Campiglio fallen uns die ersten Wochenend-Biker unangenehm auf. Die fahren ja wirklich wie die Bekloppten. Wir fahren das Val di Sole entlang über den Tonalepass (1883m, 10% Steigung), wo wir uns zuerst mal stärken, bevor es dann über den Gaviapass (2618m, 16% Steigung) nach Bormio geht. In Bormio wird nochmals vollgetankt und dann geht es auf zum Stilfser Joch (2758m, 15% Steigung). Dort werfen wir an einem der Stände zuerst mal (und bestimmt auch zum letzten Mal) eine Wurst ein. Dann geht es das Stilserjoch runter über Solda (1907m, 13% Steigung). Auf dem Weg stellt Jürgen fest, dass seine Hinterradbremse nicht mehr funktioniert. In Prato allo Stelvio versucht Jürgen dann eine Vorab Reparatur, die aber Mangels eines Bremsbelages leider nicht stattfinden kann. Also zuerst einmal in den Gasthof Stern zum Rotwein trinken und übernachten.
Die Fahrtstrecke am vierten
Tag betrug 251km. |
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Fünfter
Tag,
Sonntag, 18. Juli 2004: Der beginnt mit Optimismus, denn wir haben uns entschlossen nach Meran zu fahren, um dort vielleicht einen Bremsbelag für Jürgen zu bekommen. Die anvisierten Motorradhändler haben natürlich auch Sonntags zu, aber wir schaffen es doch, dass sich ein gutes Mann einer Schrauberwerkstatt bereits erklärt, einen Bremsbelag für Jürgen zu modifizieren. Jürgen allerdings entscheidet sich, nun doch nach Hause zu fahren. Und da wir gemeinsam losgefahren sind, fahren wir auch gemeinsam wieder zurück. Zuerst geht es allerdings noch über das Timmelsjoch (2474m, 15% Steigung). Wie in jedem Jahr erreichte und auch diesmal der Regen auf dem Fernpass (1209m, 8% Steigung). Also schnell die Regenklamotten anziehen und nach ca. 30 km wieder im Sonnenschein nach Hause fahren. Die Fahrtstrecke am fünften
Tag betrug 440km. |
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